Christian Moser

¡Hasta la victoria siempre!

 

Info zum Buch

In diesen Tagen erscheint im Verlag NZZ Libro mein Buch über den Jurakonflikt.

 

Seit Jahrzehnten begleitet mich diese Thematik im Privaten wie im Beruflichen. Mich fasziniert die Tatsache, dass in der Schweiz so etwas Revolutionäres wie die Gründung eines neuen Kantons zwar mit vielen Emotionen, mit viel Leid auch, aber glücklicherweise ohne Tote im direkten Kampf zustandekommen konnte. Dass es letzlich gelang, den Jurakonflikt staatsrechtlich anstatt mit Waffengewalt zu regeln, ist etwas Ausserordentliches. Einigermassen zu regeln, denn für Einzelne ist die Jurafrage erst gelöst, wenn der heutige Kanton Jura und der bernisch gebliebene südliche Teil des Juras wiedervereint sind.
Im Buch verknüpfe ich die Geschichte und die Geschichten, die zur Kantonsgründung führten, mit dem Leben eines Weinhändlers und Gastwirtes, der für seine jurassische Heimat zum Terroristen wurde und der seit 1967 im spanischen Exil lebte: Marcel Boillat.
Im Verlauf der Jahre habe ich unzählige Veranstaltungen im Jura besucht; von Berntreuen ebenso wie von  Separatisten. Ich lernte die Protagonisten auf beiden Seiten kennen. Darüber verfasste ich zahlreiche Zeitungsartikel und Radiobeiträge. Zur Abstimmung über den Kantonswechsel des Laufentals (ebenfalls ein Teil des historischen Juras), die auf Geheiss des Bundesgerichts wiederholt werden musste, wurde mir der journalistische Part für einen einstündigen Beitrag im Rahmen der Sendung "Temps présent" des Westschweizer Fernsehens übertragen. Marcel Boillat konnte ich wiederholt im spanischen Städtchen Daimiel besuchen. Oder ich traf ihn im Jura, den er wegen Ablaufs der Verjährungsfrist im Herbst 1987 nach 20 Jahren Exil zum ersten Mal wieder besuchen konnte. In der Nacht auf den 6. April 2020 ist Marcel Boillat im 91. Altersjahr gestorben. Noch am gleichen Tag wurde er auf dem Friedhof in Daimiel beigesetzt.
Über den Jurakonflikt berichten hiess auch, hie und da angegriffen zu werden. Vor den bernischen Regierungsratswahlen von 1986 zum Beispiel erboste ich die freisinnige jurassische Kandidatin Geneviève Aubry. In einem Artikel in der "Berner Zeitung" stellte ich dar, dass im Falle einer Wahl ihr Einkauf in die Pensionskasse den Kanton fast eine Million Franken kosten könnte. Ihr missfiel der Artikel derart, dass sie ein Gespräch für ein Kandidatinnenporträt absagte. Statt eines Porträts wie bei den anderen Kandidaten und Kandidatinnen druckte die BZ den Absagebrief faksimile ab.
Völlig überraschend wurde schliesslich nicht die haushohe Favoritin Aubry gewählt, sondern der völlig unbekannte andere Kandidat aus dem Berner Jura, der Tierarzt Benjamin Hofstetter.
Im Grossen Rat des Kantons Bern sah sich Werner Scherrer von der EDU genötigt, den Journalisten Moser in den Senkel zu stellen. Während der Debatte über den regierungsrätlichen Jurabericht rief er die Führung der "Berner Zeitung" dazu auf, da endlich Ordnung zu schaffen, wie ein Auszug aus dem "Tagblatt des Grossen Rates" vom 7. September 1988 zeigt:
 

Die Jurafrage in Radio und Fernsehen

FLJ und Béliers (Westschweizer Fernsehen RTS):

In diesem Beitrag geht es um die Gründung der separatistischen Jugendorganisation Béliers. Das war im Jahr 1962. Im selben Jahr taucht auch das Kürzel FLJ auf, das für "Front de Libération Jurassien" steht, für die "Jurassische Befreiungsfront" also.

Gründung des Kantons Jura (Fernsehen SRF):

Die Tagesschau von Fernsehen SRF erinnerte am 24. September 2018 an die eidgenössische Volksabstimmung, die 40 Jahre zuvor stattgefunden hatte. Damals sagten das Volk und alle Kantone deutlich Ja zur Gründung des Kantons Jura. Im Beitrag geht es auch um die bewegte Geschichte, die dieser Abstimmung vorausging.

Rückblick auf Juraabstimmung von 1978 (Radio SRF, damals noch DRS):

2011 blickte das Tagesgespräch von Radio DRS in seiner Sommerserie zurück auf die eidgenössische Abstimmung vom September 1978, welche die Gründung des Kantons Jura zur Folge hatte. An jenem 24. September 1978 standen die Abendinformationen ganz im Zeichen dieser Abstimmung.

 

Christian Moser, Jahrgang 1951, Verwaltungslehre und danach Matura auf dem zweiten Bildungsweg. Neben dem Jus-Studium ab 1979 als Journalist tätig. Mitarbeiter und Redaktor bei der „Berner Zeitung BZ“. Westschweiz-Korrespondent von BZ und Basler Zeitung. 1989 bis 2000 Redaktor beim DRS-Regionaljournal BE/FR/VS. 1989 Realisierung einer „Temps présent“-Sendung des Westschweizer Fernsehens zur zweiten Laufental-Abstimmung. 1993 Sendefolge zur Jurafrage im DRS-Regionaljournal.  Für beide mit dem Preis der Radio- und Fernsehstiftung ausgezeichnet. 2001 bis Mitte 2003 Redaktor beim „Bund“. 2003 bis 2007 freier Journalist in Tansania. September 2007 bis zur Pensionierung Ende 2017 Radio DRS/SRF in Bern (SRF4News und Nachrichten). Seither freier Autor.

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KONTAKT

  

 

E-Mail: moserchrigu@bluewin.ch

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